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titel: "Situational Awareness: IT, die ins Business passt · SACOSI"
url: https://sacosi.ch/situational-awareness
seite: /situational-awareness
stand: 2026-09-24
beschreibung: "Situational Awareness von Ivo Schönberner: Ziele, Vision, Kernprozesse, Finanzen und Investoren erfassen, dann eine IT bauen, die genau diese Ziele erfüllt."
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> Wissensfassung der Seite https://sacosi.ch/situational-awareness. Sie enthält den vollständigen Text, auch das, was auf der Seite selbst gekürzt oder aufklappbar ist. Herausgeber: SACOSI, Situational Awareness Consulting by Ivo Schönberner, Zürich.

# IT, die die Lage des Geschäfts kennt.

**Kurzantwort:** Situational Awareness ist mein Beratungsprodukt. Es dreht die übliche Reihenfolge um: Zuerst wird die ganze Lage des Unternehmens erfasst: Unternehmensziele, Vision der Führung, Kernprozesse, finanzielle Situation und die Interessen von Investoren und Stakeholdern. Erst dann entsteht eine IT, die genau diese Ziele erfüllt, mitdenkt und das Geschäft stärkt. Am Ende steht eine laufende IT, die Ihr eigenes Team übernehmen kann. Für Geschäftsleitungen, Investoren und Family Offices in der Schweiz und in Deutschland, mit Schwerpunkt auf Start-ups, Scale-ups und Ventures.

## Ich bin …

Situational Awareness ist eine Methode, aber jede Rolle hat einen anderen Schmerz. Wählen Sie Ihre Rolle: Die Seite zeigt, was die Methode für Sie löst, welche Werkzeuge dabei helfen und wie Sie einsteigen.

CEO

### Ich bin CEO.

Trägt die IT unseren Wachstumsplan, und was macht sie mit dem Wert des Unternehmens?

**Schmerz**

- Die IT bremst neue Standorte, Märkte und Produkte, und niemand kann auf einer Seite sagen, warum.
- In einer Due Diligence fallen Lücken als Abschlag auf.
- Grössere Kunden verlangen Sicherheitsnachweise, bevor sie unterschreiben.

**Was die Methode löst**

- Ein Lagebild auf einer Seite: welche IT welches Ziel trägt.
- Entscheidungsvorlagen mit Optionen, Kosten und Risiken statt Technikberichten.
- Wachstum ohne IT-Überraschung, dokumentiert für Investoren und Käufer.

**Passende Werkzeuge**

- **SWOT-Analyse:** Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens, nicht der IT. Die IT-Fragen werden daraus abgeleitet.
- **Matrizen:** Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.
- **Entscheidungslog:** Jede Entscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung, Freigabe und Datum.

**Download**

**Lagebriefing 01** · Situational Awareness aus Sicht des CEO. In Vorbereitung.

**Film**

[Film 01 ansehen: Alle wollen etwas anderes (1:09)](https://sacosi.ch/konzept#film)

CFO

### Ich bin CFO.

Was kostet die IT wirklich, wer hat das freigegeben, und passt das Modell zu unserer Finanzierung?

**Schmerz**

- Verträge und Abonnements sind verstreut, die Kosten zeigen sich im Dezember statt im Plan.
- Investition oder laufender Aufwand folgt der Gewohnheit, nicht dem Exit-Horizont und der Finanzstrategie.
- Ausfälle, Sicherheitsvorfälle und Bussen stehen in keiner Planung, bis sie eintreten.

**Was die Methode löst**

- Jede IT-Position mit Geschäftszweck, Verantwortlichem und Finanzierungsform.
- Freigaben im Entscheidungslog, nachvollziehbar für Revision und Verwaltungsrat.
- CAPEX und OPEX bewusst gewählt: passend zu Exit-Horizont, Investorentyp, Liquidität und Finanzierungsphase.

**Passende Werkzeuge**

- **Entscheidungslog:** Jede Entscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung, Freigabe und Datum.
- **Matrizen:** Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.
- **Prozesslandkarte:** Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse auf einer Seite. Zeigt, welche Abläufe das Geld verdienen und was die IT tragen muss.

**Download**

**Lagebriefing 02** · Situational Awareness aus Sicht des CFO. In Vorbereitung.

**Film**

[Film 01 ansehen: Alle wollen etwas anderes (1:09)](https://sacosi.ch/konzept#film)

Investor / Family Office

### Ich bin Investor oder Family Office.

Welche IT-Risiken kaufe ich mit, und was kostet es, sie zu beheben?

**Schmerz**

- Eine Beteiligung hat IT-Fragen, und im Unternehmen überblickt niemand die Lage.
- Eine grosse Beratung ist zu schwer für die Frage.
- IT-Risiken und -Kosten verschiedener Beteiligungen sind nicht vergleichbar.
- Unklar, ob aktivierte IT-Investitionen (CAPEX) einer Beteiligung bei einem Exit überhaupt mitbezahlt werden, oder ob sie den Multiple-Wert eher belasten.

**Was die Methode löst**

- IT-Due-Diligence vor dem Einstieg, Lagebild in den ersten Wochen danach.
- Massnahmen nach Wertwirkung und Aufwand.
- Kommen, lösen, dokumentiert übergeben, ohne dauerhafte Abhängigkeit vom Berater.
- Klarheit, ob eine Beteiligung normkonform arbeitet oder zertifiziert ist, und was der Unterschied in einer Due Diligence wert ist.

**Passende Werkzeuge**

- **SWOT-Analyse:** Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens, nicht der IT. Die IT-Fragen werden daraus abgeleitet.
- **Matrizen:** Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.
- **Auditierbare Dokumentation:** Normkonform geführt, zum Beispiel nach ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben und Nachweisen, in einem System, das ein Auditor prüfen kann.

**Download**

**Lagebriefing 03** · Situational Awareness aus Sicht des Investors. In Vorbereitung.

**Film**

Film 02 · Die Investorin fragt nach der IT. In Produktion.

IT-Leitung

### Ich leite die IT.

Wie halte ich den Betrieb stabil, während alle gleichzeitig etwas Neues wollen?

**Schmerz**

- Anforderungen aus Geschäftsleitung, Fachbereichen und Kunden widersprechen sich.
- Wissen steckt in einzelnen Köpfen, Vertretung ist schwierig.
- Für Prioritäten fehlt die Rückendeckung der Geschäftsleitung.
- Entwicklung, Test und Produktivbetrieb sind nicht sauber getrennt, und jede Änderung ist ein Risiko für den laufenden Betrieb.

**Was die Methode löst**

- Prioritäten, die die Geschäftsleitung mitträgt, weil sie aus der Lage abgeleitet sind.
- Eine Zielarchitektur, die das geplante Wachstum trägt.
- Dokumentation, die Betrieb, Vertretung und Übergabe möglich macht.
- Getrennte Entwicklungs-, Test- und Produktivsysteme sowie Mandantentrennung von Anfang an, statt eines teuren Nachbaus.

**Passende Werkzeuge**

- **Prozessflows:** Die kritischen Abläufe im Detail, mit Rollen, Übergaben, Systemen und Medienbrüchen, zum Beispiel in BPMN-Notation.
- **Matrizen:** Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.
- **Auditierbare Dokumentation:** Normkonform geführt, zum Beispiel nach ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben und Nachweisen, in einem System, das ein Auditor prüfen kann.

**Download**

**Lagebriefing 04** · Situational Awareness aus Sicht der IT-Leitung. In Vorbereitung.

**Film**

[Film 01 ansehen: Alle wollen etwas anderes (1:09)](https://sacosi.ch/konzept#film)

QM / Compliance

### Ich verantworte Qualität und Compliance.

Welche Norm gilt für uns, und wo liegt der Nachweis, dass wir sie einhalten?

**Schmerz**

- Normen und Gesetze aus mehreren Ländern überlagern sich.
- Nachweise liegen in Chats, Ordnern und Köpfen.
- Das nächste Audit steht an.

**Was die Methode löst**

- Eine Pflichtenliste nach Branche, Markt und Tätigkeit.
- Ein Fahrplan in der Reihenfolge von Risiko und Geschäftswirkung.
- Nachweise versioniert und freigegeben, in einem auditierbaren System.

**Passende Werkzeuge**

- **Auditierbare Dokumentation:** Normkonform geführt, zum Beispiel nach ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben und Nachweisen, in einem System, das ein Auditor prüfen kann.
- **Entscheidungslog:** Jede Entscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung, Freigabe und Datum.
- **Prozesslandkarte:** Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse auf einer Seite. Zeigt, welche Abläufe das Geld verdienen und was die IT tragen muss.

**Download**

**Lagebriefing 05** · Situational Awareness aus Sicht von QM und Compliance. In Vorbereitung.

**Film**

Film 03 · Das Audit kommt. In Produktion.

Gründer / Scale-up

### Ich gründe oder führe ein Scale-up.

Ab wann ist IT bei uns mehr als Laptops ausgeben?

**Schmerz**

- Ab etwa zehn Mitarbeitenden passt die IT nicht mehr in einen Kopf.
- Kunden und Investoren fragen nach Sicherheit und Datenschutz.
- Was heute für zwanzig Personen gebaut wird, muss in einem Jahr für hundert tragen.
- Entwicklung, Test, Produktivbetrieb und Kundenmandanten wachsen unter Zeitdruck zusammen, statt von Anfang an getrennt zu sein.

**Was die Methode löst**

- IT-Prozesse, die mit dem Unternehmen wachsen, ohne Altlasten.
- Früh wissen, welche Vorschriften mit neuen Märkten und Kunden kommen.
- Technische Leitung auf Zeit, bis ein fester CTO übernimmt.
- Getrennte Umgebungen und Mandantentrennung von Anfang an, bevor ein Nachbau teuer wird.

**Passende Werkzeuge**

- **Prozesslandkarte:** Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse auf einer Seite. Zeigt, welche Abläufe das Geld verdienen und was die IT tragen muss.
- **Entscheidungslog:** Jede Entscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung, Freigabe und Datum.
- **SWOT-Analyse:** Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens, nicht der IT. Die IT-Fragen werden daraus abgeleitet.

**Download**

**Lagebriefing 06** · Situational Awareness aus Sicht von Gründern und Scale-ups. In Vorbereitung.

**Film**

Film 04 · Ab zehn Leuten ist IT kein Laptop mehr. In Produktion.

Nachfolge / Übergabe

### Ich stehe vor einer Nachfolge, Übergabe oder Übernahme.

Was übernimmt ein Nachfolger oder Käufer wirklich, wenn er die IT nicht sieht?

**Schmerz**

- Ein Nachfolger oder Käufer hat keine Vorstellung vom Zustand der IT und Technik, von Investitionsstau, Lizenz- und Vertragsaltlasten.
- Eine finanzielle Due Diligence prüft Zahlen, nicht ob das Unternehmen von einzelnen Köpfen und ihrem undokumentierten Wissen abhängt.
- Sicherheitsaltlasten und die Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern werden erst nach der Übergabe sichtbar, wenn niemand mehr fragen kann.

**Was die Methode löst**

- IT-Lagebild vor der Übergabe: Zustand, Risiken und Investitionsstau auf einer Seite, für Übergebende und für Käufer.
- Technische Due Diligence als Ergänzung zur finanziellen: was die Bilanz nicht zeigt.
- Kopfmonopol-Landkarte: welches Wissen an welche Person gebunden ist, und was seine Dokumentation kostet.

**Passende Werkzeuge**

- **Prozesslandkarte:** Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse auf einer Seite. Zeigt, welche Abläufe das Geld verdienen und was die IT tragen muss.
- **Matrizen:** Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.
- **Auditierbare Dokumentation:** Normkonform geführt, zum Beispiel nach ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben und Nachweisen, in einem System, das ein Auditor prüfen kann.

**Download**

**Lagebriefing 07** · Situational Awareness aus Sicht der Nachfolge. In Vorbereitung.

**Film**

Film 05 · Der Käufer fragt, wer das Passwort kennt. In Produktion.

## Was heisst Situational Awareness in der IT?

Situational Awareness bedeutet Lagebewusstsein: zu wissen, was um einen herum passiert, was es bedeutet und wie es weitergeht.

Der Begriff stammt aus der Luftfahrt. Die Forscherin Mica R. Endsley hat ihn 1995 in drei Stufen beschrieben:

- **Wahrnehmen**: die Elemente einer Lage erkennen
- **Verstehen**: begreifen, was sie zusammen bedeuten
- **Vorausdenken**: ableiten, wie sich die Lage entwickelt

Piloten, Fluglotsen und Leitstände trainieren genau diese drei Stufen, weil Fehler selten aus fehlender Technik entstehen, sondern aus einem falschen Bild der Lage.

In der IT ist es nicht anders. Viele Projekte scheitern nicht an Software oder Budget, sondern daran, dass niemand die Lage des Geschäfts verstanden hat, bevor gebaut wurde. Situational Awareness überträgt die drei Stufen auf die Lage eines Unternehmens, also auf Ziele, Führung, Prozesse, Finanzen und Stakeholder, leitet daraus die IT ab und ergänzt eine vierte Stufe: umsetzen und übergeben.

## Was gehört zur Lage eines Unternehmens?

Zur Lage gehört weit mehr als die IT: Ziele, Vision, Kernprozesse, Finanzen, Stakeholder und Pflichten. Die IT ist nicht Teil der Lage, sie wird daran gemessen.

L1

### Ziele des Unternehmens

Wohin will das Unternehmen in den nächsten ein bis drei Jahren: Wachstum, Märkte, Profitabilität, Exit oder Stabilität.

L2

### Vision der Führung

Was Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Gründer mit dem Unternehmen vorhaben, auch das, was noch in keinem Strategiepapier steht.

L3

### Kernprozesse

Die Abläufe, mit denen das Unternehmen sein Geld verdient. Sie bestimmen, was die IT tragen muss, nicht umgekehrt.

L4

### Finanzielle Lage

Liquidität, Budget, Kostenstruktur und Finanzierungsphase. Eine IT, die sich das Unternehmen nicht leisten kann, ist keine Lösung.

L5

### Stakeholder und Investoren

Was Aktionäre und Gesellschafter, Investoren, Verwaltungsrat, Aufsicht, Kunden und Mitarbeitende erwarten, und wo sich diese Interessen widersprechen.

L6

### Pflichten und Risiken

Regulierung, Verträge, Sicherheitsanforderungen und die Risiken, die sich das Unternehmen nicht leisten kann.

Daraus folgt der Massstab für jede IT-Entscheidung: **Erfüllt sie die Ziele der Geschäftsführung und der Investoren, und kann sich das Unternehmen sie leisten?** Eine technisch elegante Lösung, die an den Zielen vorbeigeht oder die Liquidität überfordert, ist in diesem Sinn keine gute IT. Dazu gehört auch die Finanzierungsform: Ob eine IT-Investition als CAPEX aktiviert oder als OPEX abgerechnet wird, folgt keiner festen Regel, sondern dem Exit-Horizont, der Bewertungslogik und dem Investorentyp. Mehr dazu unter [Geschäftsleitung](https://sacosi.ch/geschaeftsleitung#finanzierung).

Wo sich Interessen widersprechen, etwa Wachstumstempo der Investoren gegen Sicherheitsauflagen oder Budgetgrenzen gegen die Vision der Gründer, wird der Konflikt nicht technisch verdeckt, sondern offen zur Entscheidung vorgelegt.

## Welche Interessen muss die IT unter einen Hut bringen?

Die Interessen von CEO, CFO, IT-Leitung, Qualitätsmanagement, Aufsicht und Investoren. Sie widersprechen sich oft, und genau deshalb gehören sie auf eine Seite.

### CEO: Wachstum und Unternehmenswert

Trägt die IT den Plan für die nächsten 24 Monate, und steigert oder mindert sie den Wert des Unternehmens?

### CFO: Übersicht, Kontrolle, CAPEX und OPEX passend zur Finanzstrategie

Was kostet die IT wirklich, wer hat das freigegeben, und passt das Modell zu unserer Finanzierung?

### IT-Leitung: Ruhe und stabiler Betrieb

Wie halte ich den Betrieb stabil, während alle gleichzeitig etwas Neues wollen?

### Qualitätsmanagement: Compliance

Welche Norm gilt für uns, und wo liegt der Nachweis, dass wir sie einhalten?

### Aufsicht und Auditoren: Nachweise

Können Sie belegen, was Sie behaupten, versioniert und freigegeben?

### Investoren: Risiko kennen, Wert sichern

Welche IT-Risiken kaufe ich mit, und was kostet es, sie zu beheben?

Dazu kommen Normen und Gesetze, je nach Branche und Markt: ISO 27001 und ISO 9001, TISAX in der Automobil-Lieferkette, die Medizinprodukteverordnungen der Schweiz und der EU, das Schweizer Datenschutzgesetz, die DSGVO, NIS2 und der EU AI Act. Die Einordnung steht unter [Regulierung](https://sacosi.ch/regulierung).

## IT muss ins Business passen, nicht das Business in die IT.

Wenn ein Unternehmen seine Abläufe an ein System anpasst, bezahlt es jeden Tag dafür: mit Umwegen, Schattenlisten und Abhängigkeit von einzelnen Personen.

Typische Anzeichen, dass das Business in die IT gepresst wird:

- Neben dem offiziellen System führen Mitarbeitende eigene Listen, weil der echte Ablauf dort nicht vorkommt.
- Prozesse werden umgebaut, weil ein Tool es verlangt, nicht weil das Geschäft es braucht.
- Entscheidungen über IT fallen in Chats und Köpfen und sind ein Jahr später nicht mehr nachvollziehbar.
- Regulierung wie ISO 27001, das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), die DSGVO oder Branchenauflagen wird nachträglich auf die IT aufgesetzt.
- Niemand kann auf einer Seite erklären, welche IT welches Geschäftsziel trägt.

Eine IT mit Lagebewusstsein dreht das um. Sie ist aus den Abläufen abgeleitet, kennt die Pflichten des Unternehmens von Anfang an und passt sich an, wenn sich das Geschäft verändert.

## Wie läuft ein Mandat ab?

Ein Mandat hat vier Schritte. Jeder endet mit einem Ergebnis, das Sie behalten, auch wenn wir danach nicht weiterarbeiten.

01 · Lagebild, SWOT, Prozesslandkarte

### Lage erfassen

Was passiert im Geschäft wirklich? Unternehmensziele, Vision der Führung, Kernprozesse, finanzielle Lage, Interessen von Investoren und Stakeholdern, Pflichten. Aufgenommen bei den Menschen, die das Geschäft führen und finanzieren, nicht im Serverraum.

02 · Prozessflows, Matrizen, Entscheidungslog

### Lage verstehen

Wo hilft die IT den Zielen, wo steht sie im Weg? Jede Reibung zwischen Zielen, Prozessen, Budget und System wird benannt, nach Wirkung auf Geschäft und Finanzen bewertet und einer Entscheidung zugeführt.

03 · Zielbild und Roadmap

### Lage vorausdenken

Welche IT trägt das Geschäft in zwölf bis 36 Monaten? Das Zielbild folgt den Zielen von Geschäftsführung und Investoren. Technik wird gewählt, wenn klar ist, was sie tragen muss und was sie kosten darf.

04 · Laufende IT, auditfeste Doku, Übergabe

### Führen und übergeben

Wer trägt es, wenn ich gehe? Umsetzen, skalieren, sauber abgeben: Grow. Scale. Let go. Normkonform dokumentiert in einem auditierbaren System, so dass ein internes Team und jeder Auditor übernehmen kann.

## Mit welchen Werkzeugen wird die Lage erfasst?

Mit Werkzeugen, die Geschäftsführung und Investoren kennen, nicht mit IT-Jargon. Jedes Ergebnis wird normkonform und auditierbar dokumentiert.

### SWOT-Analyse

Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens, nicht der IT. Die IT-Fragen werden daraus abgeleitet.

### Prozesslandkarte

Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse auf einer Seite. Zeigt, welche Abläufe das Geld verdienen und was die IT tragen muss.

### Prozessflows

Die kritischen Abläufe im Detail, mit Rollen, Übergaben, Systemen und Medienbrüchen, zum Beispiel in BPMN-Notation.

### Matrizen

Stakeholder-Matrix nach Einfluss und Interesse, RACI-Matrix für Verantwortlichkeiten, Priorisierungsmatrix nach Wirkung und Aufwand.

### Entscheidungslog

Jede Entscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung, Freigabe und Datum.

### Auditierbare Dokumentation

Normkonform geführt, zum Beispiel nach ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben und Nachweisen, in einem System, das ein Auditor prüfen kann.

Die Dokumentation ist kein Anhang am Ende, sondern entsteht mit jedem Schritt. Sie liegt in einem auditierbaren System, versioniert, mit Freigaben und Nachweisen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt IT am Main selbst: Das Unternehmen ist seit Januar 2025 nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert.

## Was bekommen Sie am Ende?

Keine Foliensammlung, sondern Arbeitsmittel, mit denen Ihr Unternehmen weiterarbeitet.

- **Lagebild auf einer Seite:** Unternehmensziele, Vision der Führung, Kernprozesse, finanzielle Lage, Interessen von Investoren und Stakeholdern, Pflichten sowie die heutige IT, so dass die Geschäftsleitung es in fünf Minuten versteht.
- **Passungsanalyse:** wo die IT die Ziele von Führung und Investoren trägt und wo nicht, jeweils mit Wirkung auf Geschäft und Finanzen und mit Aufwand.
- **Entscheidungslog:** jede Architekturentscheidung mit Anlass, Optionen, Begründung und Datum.
- **Zielbild und Roadmap:** welche IT das Geschäft in zwölf bis 36 Monaten trägt und in welcher Reihenfolge sie entsteht.
- **SWOT, Prozesslandkarte, Prozessflows und Matrizen:** die Arbeitsgrundlage, auf der Führung, Fachbereiche und IT dieselbe Lage sehen.
- **Auditierbare Dokumentation:** normkonform geführt, versioniert und freigegeben, prüfbar für Auditoren und Investoren.
- **Übergabe:** Betriebshandbuch und ein Team, das die IT ohne mich weiterführt.
- **Playbooks (dokumentierte Abläufe, SOPs):** Runbooks, SOPs, Übergabe-Dokumentation und Notfallabläufe, mit denen das interne Team den Betrieb ohne Berater führt. Zielbild, Roadmap und Entscheidungslog bilden zusammen den Gameplan.

## Für wen ist Situational Awareness?

Für Unternehmen, bei denen IT und Geschäft auseinanderlaufen, und für alle, die dafür geradestehen müssen.

- **Geschäftsleitungen**, die sich fragen, warum sie sich um IT kümmern sollen: CEO mit Blick auf Wachstum und Unternehmenswert, CFO mit Blick auf Kosten, Kontrolle und Finanzstrategie. [Für Geschäftsleitung](https://sacosi.ch/geschaeftsleitung).
- **Investoren und Family Offices**, deren Beteiligungen IT-Fragen haben und die jemanden brauchen, der kommt, löst und wieder geht. [Für Investoren](https://sacosi.ch/investoren).
- **Start-ups, Scale-ups und Ventures**, die ab etwa zehn Mitarbeitenden merken, dass IT kein Laptop mehr ist. [IT für Scale-ups](https://sacosi.ch/it-fuer-scale-ups).
- **Qualitätsmanagement und Compliance**, die Nachweise für Normen und Gesetze brauchen. [Regulierung](https://sacosi.ch/regulierung).
- **Branchen mit hoher Kritikalität:** Energie, Produktion, MedTech und Aviation. [Branchen](https://sacosi.ch/branchen).
- **Konzerne und Joint Ventures** mit komplexen IT-Programmen: [Projektleitung](https://sacosi.ch/projektleitung). Und als kürzeste Form das Sparring: eine unabhängige zweite Meinung vor einer Entscheidung, meist in wenigen Terminen.

## Was Situational Awareness nicht ist

- **Kein Tool.** Es wird keine Software verkauft. Die Technik folgt der Lage.
- **Kein Zertifikat.** Standards wie ISO 27001 oder ITIL nutze ich, wo sie dem Geschäft dienen, nicht als Selbstzweck.
- **Kein Dauermandat.** Ziel ist die Übergabe. Im besten Fall mache ich mich überflüssig.
- **Keine Verantwortungsübernahme.** Entscheidungen trifft Ihr Unternehmen. Ich bereite sie vor, dokumentiere sie und setze sie um.

## Wo die Methode herkommt

Situational Awareness ist aus Mandaten entstanden, in denen IT unter Zeitdruck und Regulierung liefern musste.

Bei Discover Airlines hat IT am Main ab 2021 die IT von null aufgebaut und durch das Wachstum auf rund 2’200 Mitarbeitende getragen, inklusive der Netzanbindung des Operations Control Centers, mit vorbereiteter Übergabe an die Konzern-IT der Lufthansa Group (2021 bis 2026). Für FraAlliance, das Joint Venture von Fraport und Lufthansa, entstand in unter vier Monaten eine eigenständige IT, die zwei Konzernwelten verbindet. Beides hat IT am Main umgesetzt, das Unternehmen, das ich als Geschäftsführer führe.

## Begriffe

- **Situational Awareness (Lagebewusstsein):** Wahrnehmen, Verstehen und Vorausdenken einer Lage (Endsley 1995). Hier: der Name des Beratungsprodukts.
- **Lagebild:** Einseitige Darstellung der sechs Dimensionen eines Unternehmens (Ziele, Vision der Führung, Kernprozesse, finanzielle Lage, Stakeholder und Investoren, Pflichten und Risiken) und der heutigen IT.
- **Passungsanalyse:** Abgleich, wo die IT die Ziele des Unternehmens und seiner Stakeholder erfüllt und wo Reibung entsteht.
- **Stakeholder:** Alle, die berechtigte Interessen am Unternehmen haben: Gesellschafter, Investoren, Geschäftsführung, Aufsicht, Kunden, Mitarbeitende.
- **Entscheidungslog:** Fortlaufendes Verzeichnis aller Architekturentscheidungen mit Begründung, auch als Architecture Decision Record (ADR) bekannt.
- **Fractional CTO:** Technische Leitung in Teilzeit oder auf Zeit, typischerweise für Startups und Scale-ups ohne festen CTO.
- **SWOT-Analyse:** Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens.
- **Prozesslandkarte:** Übersicht aller Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse eines Unternehmens auf einer Seite.
- **RACI-Matrix:** Zuordnung, wer für eine Aufgabe verantwortlich ist (Responsible), wer entscheidet (Accountable), wer beteiligt (Consulted) und wer informiert wird (Informed).
- **Auditierbare Dokumentation:** Dokumentation, die nach einer Norm wie ISO 27001 oder ISO 9001 geführt ist: versioniert, freigegeben, mit Nachweisen und für Auditoren prüfbar.
- **Grow. Scale. Let go.:** Aufbauen, skalieren, übergeben: das Leitmotiv für Schritt 04.
- **Playbooks (dokumentierte Abläufe, SOPs):** Dokumentierte IT- und Betriebsabläufe: Runbooks, SOPs, Übergabe-Dokumentation und Notfallabläufe, so dass ein internes Team den Betrieb ohne Berater führen kann.

## Quellen

- Endsley, M. R. (1995). Toward a Theory of Situation Awareness in Dynamic Systems. *Human Factors*, 37(1), 32–64. (unabhängige Forschung)
- Referenzfälle Discover Airlines und FraAlliance, von den Kunden für IT am Main freigegeben, Stand Juni 2026. (Eigenquelle)

## Fragen zu Situational Awareness.

### Was ist das Beratungsprodukt Situational Awareness?

Situational Awareness ist das Beratungsprodukt von Ivo Schönberner. Es richtet die IT eines Unternehmens an der gesamten Lage aus, also an Unternehmenszielen, Vision der Führung, Kernprozessen, finanzieller Situation und den Interessen von Investoren und Stakeholdern: in vier Schritten von der Lageaufnahme über die Passungsanalyse und das Zielbild bis zur Umsetzung und Übergabe an ein internes Team.

### Was gehört in ein Lagebild nach Situational Awareness?

Sechs Dimensionen: die Ziele des Unternehmens, die Vision der Führung, die Kernprozesse, die finanzielle Lage, die Interessen von Investoren und weiteren Stakeholdern sowie Pflichten und Risiken. Die IT ist bewusst nicht Teil der Lage, sondern wird daran gemessen.

### Warum gehört die finanzielle Lage in eine IT-Beratung?

Weil IT Geld bindet und Geld sparen kann. Liquidität, Budget, Kostenstruktur und Finanzierungsphase entscheiden, welche Architektur tragfähig ist. Eine technisch ideale Lösung, die das Unternehmen finanziell überfordert, erfüllt die Ziele der Geschäftsführung nicht.

### Wie berücksichtigt Situational Awareness Investoren und Stakeholder?

Ihre Erwartungen werden im Lagebild ausdrücklich erfasst, etwa Wachstumsziele, Exit-Fähigkeit, Due-Diligence-Reife oder Vorgaben von Gesellschaftern. Die IT wird so gestaltet, dass sie diese Ziele messbar unterstützt, und Zielkonflikte zwischen Stakeholdern werden offen zur Entscheidung vorgelegt.

### Mit welchen Werkzeugen arbeitet Situational Awareness?

Mit bewährten Management-Werkzeugen statt IT-Jargon: SWOT-Analyse des Unternehmens, Prozesslandkarte, Prozessflows der Kernprozesse (etwa in BPMN), Stakeholder-, RACI- und Priorisierungsmatrizen sowie einem Entscheidungslog. Daraus werden Zielbild und Roadmap der IT abgeleitet.

### Wie wird die Dokumentation auditfest?

Alle Ergebnisse werden normkonform geführt, zum Beispiel nach den Anforderungen von ISO 27001 und ISO 9001: versioniert, mit Freigaben, Verantwortlichen und Nachweisen, in einem auditierbaren System statt in verstreuten Dateien. So kann ein Auditor jede Entscheidung nachvollziehen, auch nach der Übergabe.

### Woher kommt der Begriff Situational Awareness?

Aus der Luftfahrt und der Human-Factors-Forschung. Mica R. Endsley definierte Situational Awareness 1995 als Wahrnehmung der Elemente einer Lage, das Verstehen ihrer Bedeutung und die Projektion ihres künftigen Zustands. Piloten und Fluglotsen trainieren genau diese drei Stufen.

### Woran erkennt man, dass das Business in die IT gepresst wird?

Typische Anzeichen: Mitarbeitende führen Schattenlisten neben dem System, Prozesse werden umgebaut, weil ein Tool es verlangt, Entscheidungen hängen an einzelnen Personen, und niemand kann auf einer Seite erklären, welche IT welches Geschäftsziel trägt.

### Was bekommt man am Ende eines Mandats?

Ein Lagebild auf einer Seite, eine Passungsanalyse mit Entscheidungslog, ein Zielbild mit Roadmap und, wenn gewünscht, die umgesetzte IT mit einer dokumentierten Übergabe an das interne Team, inklusive Playbooks (dokumentierte Abläufe, SOPs) für Betrieb und Notfälle.

### Wie lange dauert ein Lagebild?

Das hängt von Grösse, Standorten und Regulierung ab. Umfang und Zeitrahmen werden im Erstgespräch festgelegt und stehen danach schriftlich fest.

### Ist Situational Awareness ein Framework oder eine Zertifizierung?

Nein. Es ist eine Arbeitsweise mit festen Ergebnissen. Bestehende Standards wie ISO 27001 oder ITIL werden genutzt, wo sie dem Geschäft dienen, aber nicht zum Selbstzweck eingeführt.

### Für welche Unternehmensgrössen eignet sich Situational Awareness?

Vom Startup mit zehn Personen bis zum Unternehmen mit rund 1’000 Mitarbeitenden, dazu Programme in Konzernen und Joint Ventures. Entscheidend ist nicht die Grösse, sondern dass IT und Geschäft auseinanderlaufen.

### Wer trägt die Verantwortung während des Mandats?

Die Verantwortung für Entscheidungen bleibt beim Unternehmen. Ivo Schönberner bereitet Entscheidungen vor, dokumentiert sie im Entscheidungslog und setzt um, was entschieden ist.

### Arbeitet Ivo Schönberner herstellerunabhängig?

Ja. Die Technik folgt dem Geschäft. Microsoft 365, Mac und Windows, Cloud oder lokal betriebene KI werden nach Passung gewählt, nicht nach Partnerstatus.

### Was kostet Situational Awareness?

Es gibt kein Paket von der Stange. Abgerechnet wird als Tagessatz oder als Monatsmandat, abhängig von Einsatzform und Umfang. Den Rahmen klären Sie im ersten Gespräch.

## Wie ist Ihre Lage?

Dreissig Minuten, kein Vortrag. Sie schildern die Lage, ich stelle Fragen. Danach wissen wir beide, ob ein Lagebild lohnt.

CH +41 78 251 09 69 DE +49 152 27602667 ZRH 47.3769°N · FRA 50.1109°N · Deutsch, Englisch
